Update KW 50

Endlich Wochenende und damit auch endlich Zeit um unseren Blog upzudaten. Die letzten zwei Wochen ist Einiges passiert und wir haben lange überlegt was wir hier schreiben sollen. Letztendlich haben wir uns aber dazu entschieden es so zu schreiben wie wir es empfunden haben, auch um anderen zu helfen die vielleicht mal in der selben Situation sind.

Wie wir ja schon geschrieben haben kam vor ca. drei Wochen der Estrich und der muss natürlich irgendwie trocknen. Nachdem er nach ein paar Tagen begehbar war fragten wir den Bauleiter expliziert ob wir regelmäßig lüften sollten. Die Antwort war „Nein, auf gar keinen Fall“. Die Maler stellten ein Trocknungsgerät im Erdgeschoss auf und auch deren Antwort auf die Frage ob wir irgendwas machen können war „Nein, nur mal den Behälter leeren am Wochenende“. Das haben wir dann natürlich auch immer gemacht, sind brav zum Haus gefahren und haben den Behälter morgens und abends geleert.

Während die Feuchtigkeit im Erdgeschoss tatsächlich nachließ wurde es im Obergeschoss allerdings immer schlimmer. Das Wasser lief die Fenster runter und man konnte kaum Atmen. Die Heizung lief ja inzwischen und zusätzlich liefen auch noch Heizlüfter. Irgendwann fingen wir dann doch an zu lüften. Allerdings sind die meisten Fenster abgeklebt und man kann auf jeder Etage effektiv nur zwei Fenster öffnen.

Nach ein paar Tagen kam der Hausherr zur täglichen Kontrolle und die Maler hatten die Lüftungsanlage eingeschaltet. Es gibt aber noch keine Filter vor den Einlässen und unsere Angst war jetzt, dass der ganze Staub und Schmutz der ja noch im Haus ist, sich in der Anlage festsetzt. Wir hatten uns vorher erkundigt ob man diese Anlagen reinigen kann und die klare Aussage war „Nein, aber durch die Filter wird sie auch nicht schmutzig“. Also hat der Hausherr sofort beim Bauleiter angerufen und darum gebeten, dass sie Lüftungsanlage wieder ausgeschaltet wird. Seine Aussage war „In der Regel stellen die Handwerker die Lüftung aus wenn sie sägen oder sowas“.  Trotzdem wurde unserer Bitte dann entsprochen und die Anlage ausgestellt.

Am gleichen Tag entdeckte der Hausherr dann Abends Schimmelspuren im Obergeschoss über den Fenstern im Schlafzimmer. Das war für uns ein extremer Schock. Im Moment wohnen wir in einer Altbauwohnung mit einem Schimmelproblem und dieses Problem wollten wir nun wirklich nicht mitnehmen.

Also schrieben wir am nächsten Morgen eine E-Mail an den Projektleiter und erhielten einen sehr schnellen Rückruf vom Bauleiter. Der erklärte, das wäre alles nicht schlimm und der Schimmel ließe sich mit hochprozentigem Alkohol entfernen. Nachdem wir am Dienstag mit dem Bauleiter telefoniert haben passierte erst einmal nichts. Am Freitag, nachdem der Schimmel dann auch im Kinderzimmer war, ist dem Bauherren der Kragen geplatzt und er hat ein deutlicheres Gespräch mit dem Bauleiter geführt. Daraufhin passierte dann endlich was und es wurden zwei weitere Trocknungsgeräte gebracht und dieses Mal ins Obergeschoss gestellt. Die Maler waren ein bißchen angefasst, weil unsere Wut wohl direkt an sie weitergegeben wurde. Das war natürlich nicht unsere Absicht, trotzdem waren wir froh, dass endlich was passierte.

Trotz der Versicherung von WeberHaus und den Malern haben wir zusätzlich Fotos an einen Gutachter geschickt um wirklich sicher zu gehen, dass uns das Haus in ein paar Jahren nicht wegschimmelt. Aber auch da kam zum Glück die Rückmeldung, dass der Schimmel mit Alkohol entfernt werden kann und wir keine Nachwirkungen zu befürchten haben. Jetzt schlafen wir wieder wesentlich besser 😉

Da es für die Maler noch zu kalt war um draußen weiter zu verputzen und WeberHaus im Moment unglaublich viele Häuser baut, zogen sie erst mal weiter zur nächsten Baustelle und stattdessen besuchten uns die Fliesenleger um die ersten Wandfliesen anzubringen. Jetzt kann man sich schon richtig vorstellen, wie es später mal aussehen soll und ich bin ganz verliebt in unser Badezimmer.

Außerdem haben wir seit dieser Woche alle Anschlüsse. Sowohl Wasser, als auch Strom und Telekom und auch die Heizung ist jetzt richtig angeschlossen. Allerdings muss jetzt nochmal jemand von Stiebel Eltron kommen um sie richtig einzustellen.

 

Der Grundriss

Auf der Suche nach dem für uns perfekten Haus haben wir uns gefühlt 10.000 verschiedene Grundrisse angeguckt.

Über das Thema Keller oder kein Keller habe ich ja schon was geschrieben. Da unser Grundstück auch nicht wirklich an einem Hang liegt, wären die Kellerräume auch tatsächlich nur Abstellräume gewesen. Ohne Keller mussten wir diese aber ja irgendwie „im Haus“ schaffen. Außerdem war uns von Anfang an klar, dass wir eine offene Wohnküche haben möchten und kein getrenntes Wohnzimmer. Wir kochen einfach gerne und so kann man die Kinder beaufsichtigen oder mit seinen Gästen quatschen und gleichzeitig kochen.

Dann kam die Bäderplanung. Wir wollten nicht wie inzwischen oft üblich ein Gästebad mit Dusche im Erdgeschoss. Irgendwie finde ich das total unpraktisch da die Schlafzimmer alle im Obergeschoss sind und wie oft hat man tatsächlich Übernachtungsgäste? Im Moment haben wir zwar eine große Wohnung aber nur ein Bad und das ist eine ziemliche Katastrophe. A müssen irgendwie immer alle gleichzeitig auf Klo und B ist es ein weiterer Raum der schnell aufgeräumt werden muss wenn Besuch kommt 🙂 Da wir nun schon mal bauen wollten wir dann auch ein bißchen „Luxus“ und so machten wir uns auf die Suche nach einem Grundriss mit einem Masterbad am Elternschlafzimmer und begehbarem Kleiderschrank und einem Kinder- und Gästebad mit Dusche. Außerdem war eine Abstellkammer an der Küche wichtig. Das hatten wir in unserem vorherigen Miethäuschen und das war einfach nur super! Tatsächlich gibt es so einen Grundriss gar nicht so oft aber bei Weberhaus sind wir zum Glück fündig geworden.

Geändert haben wir im Endeffekt gar nicht so viel. Im Obergeschoss ist die Dusche im Elternbad jetzt etwas größer und gemauert. Im Untergeschoss haben wir den Flur verändert. Der war zwar schick im ursprünglichen Grundriss da man vom Flur direkt in die Abstellkammer kam, aber das nahm auch unglaublich viel Platz weg. Jetzt muss man mit dem Einkäufen zwar ein paar Meter mehr laufen, aber dafür haben wir mehr Platz in der Kammer und im Flur. Die schräge Wand der Abstellkammer war so auch nicht vorgesehen, wurde aber notwendig damit der Durchgang zwischen Kochinsel und Wand breit genug ist.

Als Abstellfläche haben wir jetzt den Heizungsraum (wobei hier nur Platz für den Wäscheständer sein wird), die Speisekammer an der Küche, der dritte Raum im OG und der gesamte Dachboden. Bei der Planung haben die Dachneigung von 22 Grad auf 30 Grad geändert. Das durften wir laut Bauplan und jetzt haben wir wirklich massenhaft Platz auf dem Dachboden.

Ich hoffe, man kann den Grundriss so ungefähr erkennen.

Erdgeschoss:

image001Obergeschoss:

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Der ursprüngliche Grundriss sah so aus

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