Außenputz, Küchen-Desaster und andere kleine Dinge

Die gute Nachricht zu erst: Unser Haus ist nicht mehr komisch hellbraun sondern hat endlich einen schönen hellgrauen Außenputz. Leider sieht man da gar nicht so viel von mit dem Gerüst davor, aber im nächsten Jahr wird es dann endlich richtig erstrahlen.

Das war es aber auch leider schon mit den guten Nachrichten. Am Montag war der Hausherr nochmal im Küchengeschäft um ein paar letzte Details zu klären. Nachdem wir die Küche (Ausstellungsstück) gekauft haben fuhren wir ein paar Wochen später zur Ausstattungsberatung zusammen mit den Küchenplänen. Mit unserem Ausstattungsberater Herr K. haben wir dann die zwei „Probleme“ gelöst, die es auf dem Plan noch gab. Das war zum einen die Wand zur Speisekammer, die wir schräg gestellt haben damit der Durchgang zwischen Wand und Kochinsel breit genug ist. Zum anderen haben wir das feste Fenster schmaler gemacht und verschoben und die Wand verlängert damit wir eines meiner Lieblingselemente in der Küche unterbringen können. Dabei handelt es sich um einen Schrank mit Rückwand und einer Schiebetür, der mit seinen zwei Steckdosen wunderbar zwei bis drei Elektrogerät (Kaffeemaschine, Brotschneidemaschine, Toaster etc.) hinter der Schiebetür verschwinden lässt. Für dieses Element brauchen wir genau 1,20 m Platz und den haben wir auf dem Plan auch geschaffen. Innerhalb des Plans hat Herr K. auch brav 1,30 m von Innenwand zum Fenster eingetragen, außerhalb des Plans hat er dies leider offensichtlich nicht getan. Wie sich jetzt heraus stellt haben wir statt 1,30 m nur 1,0 m Platz und damit haben wir jetzt ein sehr teures Küchenelement, was wir in dieser Küche definitiv nicht nutzen können.
Das haben wir Herr K. dann am Dienstag auch direkt mitgeteilt und er hat natürlich versucht erst mal aus der Nummer raus zu kommen. Er meinte wir hätten die Pläne nicht dabei gehabt (stimmt nicht) und er hätte keine Kopien vom Küchenplan (hat er aber damals gemacht). Im Endeffekt hat er dann aber doch gesagt, wir sollen mal einen Kostenvoranschlag vom Küchenbauer schicken lassen für neue Elemente die passen. Den haben wir jetzt auch hier vorliegen und ich fürchte, Herr K. wird der Schlag treffen wenn er den Preis liest. Aber ehrlich gesagt bin ich auch wirklich stink sauer weil meine Traumküche jetzt so wie ich sie mir vorgestellt habe nicht in unserem Haus stehen wird. Ich kann nur hoffen, dass die zusätzlichen Kosten auch wirklich von WeberHaus übernommen werden. Wir haben die Pläne gefühlte 100.000 Mal überprüft bevor wir sie unterschrieben haben und da stand und steht 1,20 m.

Und zu guter Letzt noch eine kleine Anekdote von unserem Architekten. Wie wir letzte Woche verkündet haben, sind ja unsere Hausanschlüsse alle da. Alle? Hm, irgendwie haben wir keine Rechnung oder Bestätigung für das Abwasser bekommen. Nachdem WIR bei unserem Architekten nachgefragt haben ob das denn sein kann ist ihm dann auch aufgefallen, dass die Stadtwerke wohl vergessen haben uns ans Abwasser anzuschließen. Das soll jetzt im Januar nachgeholt werden. Gut, dass UNS das so früh aufgefallen ist. Sonst wären wir im März eingezogen und hätten eine böse Überraschung erlebt!

Und noch was, was uns leider keiner vor Vertragsabschluss gesagt hat sind die Abdichtungen von den Hausanschlüssen. Diese sind nämlich im Moment offen. Auf unsere Nachfrage bei WeberHaus ob das noch gemacht wird ernteten wir erst Erstaunen und dann die Aussage „Nee, das ist Bauherrenleistung“. Die zwei Möglichkeiten die wir wohl haben ist Brunnenschaum (sieht nicht besonders schön aus) oder Doyma-Dichtungen. Die sind zwar hübscher aber kosten 180 Euro pro Stück und bei 5 Eingängen wären wir dann mal eben bei 900 Euro. Das wären Kosten die wir gerne im Vorhinein gewusst und einkalkuliert hätten!

Die Ausstattungsberatung

Bei Vertragsunterschrift im Februar wurde uns ein Termin für die Bemusterung im Juni gegeben mit den Worten „Der ist aber nicht in Stein gemeißelt“. Für uns hieß das, dass wir den Termin jederzeit ändern können und buchten erst Mal Urlaub der genau auf den Bemusterungstermin fiel 🙂 Im Nachhinein war das nicht so clever, denn irgendwie war für Weberhaus der Termin doch fest und uns wurde mitgeteilt, dass im schlimmsten Fall das Haus später kommt als vorher angenommen. Gott sei Dank konnten wir jedoch einen Termin direkt nach unserem Urlaub finden, so dass wir weiterhin gut im Zeitplan waren.

Das Gute an dieser Situation war, dass wir im Urlaub genug Zeit hatten um uns intensiv mit den Plänen auseinander zu setzen. Während die Trotzprinzessin das Kinderprogramm im Hotel genoss saßen der Hausherr und ich über den Plänen und diskutierten, wo wir welche Steckdosen haben möchten und wie viele Lampen man wohl im Flur braucht. Zusätzlich zeichneten wir unsere neue Küche in die Pläne und stellten fest, dass der Durchgang zwischen Kochinsel und Vorratsraum zu eng wird. Nach einigem Hin und Her fanden wir die Lösung…wir stellen eine Wand einfach schräg!

Obwohl wir unsere Ansprechpartner bei Weberhaus versucht haben zu überzeugen, dass wir in keinem Fall drei Tage für die Bemusterung brauchen wurden für uns drei Tage reserviert. Wenden ist nur 40 Autominuten von uns entfernt, so dass wir auf die Hotelreservierung verzichten konnten. Am Mittwoch ging es los, das Kind wurde im Kindergarten abgeliefert und wir machten uns mit zwei Autos auf den Weg zur Ausstattungsberatung. Wir wurden sehr nett von Herrn K. empfangen und nahmen erst Mal Platz im Büro. Hier gingen wir mit ihm einmal komplett die Pläne durch und gaben an welche Änderungswünsche wir hatten (ein Fenster in Küche anders und die schräge Wand) und welche Größe an Fensterbänken wir in den einzelnen Räumen haben wollen. Da ich um drei Uhr fahren musste um das Kind abzuholen baten wir Herrn K., dass er Nachmittags mit dem Hausherren den Elektroplan abspricht. Das war zum Glück überhaupt kein Problem.

Nach der Durchsprache ging es dann endlich los mit der Ausstattung. Wir entschieden uns schnell für eine Hausfarbe (hellgrau) und Dachziegeln (Anthrazit). Dank dem Jubiläumspaket war schon klar, dass es Holz-Alu-Fenster werden, auch da waren wir schnell durch. Die Entscheidung für die Rolladenfarbe war dann schon schwieriger und mit dieser Entscheidung wurden wir in die Mittagspause entlassen. Wir bekamen einen Gutschein für ein Restaurant in der Nähe und sagen wir mal so…da müssen wir nicht noch mal hin 🙂

Nach der Pause ging es weiter und wir finalisierten unsere Entscheidung für die Rolladen- und Raffstorefarben. Die werden tatsächlich unterschiedlich, da wir die Raffstores gerne in Anthrazit haben möchten, uns der Aufpreis für anthrazitfarbene Rollläden aber zu groß war. An diesem Tag entschieden wir dann noch über Türen, Tür- und Fenstergriffe, die Haustür, das Treppengeländer und Tapeten entschieden. Nachdem ich um drei gen Heimat fuhr ging der Hausherr mit Herrn K. die Elektropläne durch und entschied welche Lichtschalter eingebaut werden sollen.

thumb_img_5102_1024 thumb_img_5103_1024 thumb_img_5117_1024

Am Donnerstag fuhren wir mit einem Auto nach Wenden und tauchten direkt ein in die schwierigste Entscheidung, die Fliesen! Aber auch da hatten wir uns vorher schon Gedanken drüber gemacht, so dass wir auch hier relativ schnell durch waren. Herr K. gab uns gute Tipps und „bewahrte“ uns vor Mosaikfliesen die wir wahrscheinlich niemals hätten sauber halten können und die dazu auch noch ein Vermögen gekostet hätten. Nach den Fliesen folgten die Sanitäreinrichtungen und die nahmen dann doch mehr Zeit in Anspruch als wir dachten. Bei dem Duschkopf für unser Bad waren wir noch fix aber als es dann darum ging das WC und unser Doppelwaschbecken auszusuchen war es doch etwas zäh. Inzwischen war es aber auch Mittag und wir nahmen als kleine Tischlektüre ein paar Sanitär-Kataloge mit.

Nach der Pause ging das Entscheidungen treffen dann irgendwie leichter und wir beschlossen in jedem Badezimmer ein WC einer anderen Firma einzubauen. Außerdem fanden wir ein Doppelwaschbecken mit einem schönen Unterschrank für unser Badezimmer, im Kinderbad und im WC im Erdgeschoss beließen wir es im Standard.

thumb_img_5112_1024thumb_img_5107_1024thumb_img_5114_1024thumb_img_5111_1024

Dann ging es noch mal zurück ins Büro von Herrn K. um über unseren Durchlauferhitzer zu diskutieren. Den wollten wir haben damit gewährleistet ist, dass wir immer warmes Wasser zum Duschen haben. Herr K. war der Meinung, dass unser 290 Liter Tank ausreichend ist, der Hausherr war anderer Meinung. Herr K. rief Hilfe aus der Technikabteilung herbei und am Ende fanden wir auch hier den richtigen Kompromiss. Weberhaus bereitet den Anschluss für den Durchlauferhitzer vor, hängt aber noch keinen dran und wir probieren erst Mal aus ob wir mit dem warmen Wasser auskommen. Am Ende des Gesprächs kam dann noch unser Projektleiter Herr W. dazu und gab uns den groben Zeitplan. Endlich hatten wir eine KW nämlich die 43!