Der spontane Küchenkauf

Unsere erste Küche haben wir vor 8 Jahren bei Ikea gekauft. Da wir flexibel bleiben wollten und sie uns auch gut gefiel entschieden wir uns für eine Modul-Küche in weiß und Eiche. Da man sich die Module ja einzeln zusammenstellen konnte glaubten wir, dass wir diese Küche viele viele Jahre benutzen könnten…zwei Monate nach dem Kauf nahm Ikea sie dann aus dem Programm. Tja, wir ergatterten noch einen letzten Schrank, dann war es vorbei mit der Flexibilität. Wir kauften dann in der nächsten Wohnung noch einen Apothekerschrank aus einer anderen Serie hinzu und beim nächsten Umzug einen Hängeschrank und da das Eckelement nicht mehr passte besorgen wir eine provisorische Platte die jetzt schon seit fast vier Jahren im Dienst ist 🙂 Alles in allem ist es also inzwischen ziemlich zusammengewürfelt und gerade der letzte Umzug hat der Küche sehr zugesetzt. Da im neuen Haus Küche, Ess- und Wohnzimmer in einem Raum sind und die Küche das Herzstück sein soll entschieden wir uns, dass es Zeit wird für eine neue. Nur die Elektrogeräte sollten mit, die haben wir nämlich nach und nach ausgetauscht.

Gesagt getan machten wir uns auf in ein großes Möbelhaus, das nur ein paar Minuten von uns entfernt ist. Beim Gang durch die Ausstellung wurde mir leicht schwindelig. Die Küchen waren alle nicht schön aber dafür sehr sehr teuer. Unser Budget war schon relativ hoch angesetzt, aber für eine Küche die 20 Jahre halten soll. Die Küchen die wir sahen hatten aber Ikea-Qualität für den doppelten Preis. Als wir fast schon aufgeben wollten sahen wir sie, unsere Traumküche. Massivholz, schwarze Granit-Arbeitsplatte, Kochinsel mit Thekenbereich, einfach perfekt! Wir fuhren nach Hause um unsere Küchenpläne zu holen und ließen uns dann von einer Küchenberaterin unsere Küche planen. Als sie uns den Preis nannte, blieb mir fast die Luft weg. Das war das doppelte unseres Budgets!

Damit legten wir das Küchenthema erst einmal auf Eis. Wir versuchten uns die Traumküche schlecht  (vielleicht doch zu viel Holz) und die anderen gut (vielleicht doch eine günstigere) zu reden. So zogen vier Monate ins Land.

Mitte Mai fuhren wir für ein paar Tage in den Urlaub. Auf dem Rückweg las ich auf Facebook, dass das besagte Möbelhaus einen Umbaurabatt auf Möbel gibt. Spontan entschieden wir uns da mal vorbei zu fahren und nach einem Sofa zu gucken. Die waren jedoch alle schon ausverkauft und da das Kind eh gerade auf der Rolltreppe stand fuhren wir mal hoch in die Küchenabteilung. Auch hier war alles reduziert und zwar um 70%! Vorsichtig gingen wir um die Ecke zu unserer Traumküche und auch da war ein riesiges Schild. 70% reduziert! Damit war die Musterküche inklusive Elektrogeräten genau in dem von uns gesetzten Budget. Allerdings hatten wir erst Mai, der Umzug ist jedoch für Februar/März 2017 geplant. Ich glaube der Küchenberater hat mein Herz klopfen gehört als ich ihn gefragt habe ob es möglich wäre, die Küche bis März einzulagern. Er sprach das kurz mit seinem Vorgesetzten ab und dann war klar: Ja, gar kein Problem! Aber würde die Küche auch in unser Haus passen? Es war Samstag Abend kurz vor Feierabend und aufgrund des Rabattes konnte die Küche nicht reserviert werden. Gott sei Dank waren unsere Pläne noch im System von unserem ersten Besuch. Lediglich ein 80 cm Schrank müsste entfernt werden und die Theke etwas umgebaut werden, dann würde die Küche perfekt passen.

Wir ergaben uns unserem Schicksal und unterschrieben den Kaufvertrag 🙂

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