Aufbau Tag 2

Nachdem der erste Tag dank dem Wetter sehr ernüchternd war, lief der zweite Tag doch wesentlich besser. Es ist zwar immer noch alles nass und sehr sehr sehr matschig aber zumindest kam heute kein Regen mehr vom Himmel.

Heute hat unser Haus endlich ein Dach bekommen und die Elektriker waren auch schon da um die ersten Kabel zu verlegen. Der Kranfahrer hat als letzte Aufgabe noch alle Dachziegel-Pakete auf dem Dach verteilt und den Container, der heute geliefert wurde, in die richtige Position gebracht. Ohne Kran wirkt die Baustelle auf einmal sehr „leer“ und unser Haus sehr groß 🙂

Hier noch ein Bild mit Kran…

Wir hoffen jetzt auf trockenes Wetter in den nächsten Tagen und vor allem am Samstag, wenn unsere Freunde und Familien kommen um das Haus das erste Mal zu besichtigen.

Hausaufbau Tag 1

Tja, was soll ich sagen. Anfang letzer Woche sah noch alles so gut aus. Vor allem der Wetterbericht. Da wurde uns für Montag Sonne und 14 Grad gemeldet. Dementsprechend meldeten wir die Zickenkönigin für den Tag aus der Kita ab, packten Picknickdecken und alte Wolldecken und träumten von unserem Häuschen. Im Laufe der Woche wurde die Vorhersage immer schlechter bis es Sonntag dann hieß „den ganzen Tag Nieselregen“. Ich wollte es ehrlich gesagt nicht wahrhaben und versicherte dem Hausherren, dass es bestimmt nicht regnen würde.

Am Montag schlugen wir um kurz nach sieben an unserem Grundstück auf und natürlich war der Kran schon da und alle waren fleißig. Der Himmel war dunkel grau aber bisher war es trocken. Schnell kam die erste Erdgeschosswand „geflogen“ und bald konnte man schon erkennen, dass es Mal ein Haus werden sollte.

Um halb zehn fing es dann an zu regnen und um die Spannung vorwegzunehmen, es hat dann auch den ganzen Tag nicht mehr aufgehört. Zum Glück haben auch die Männer von Weberhaus nicht aufgehört und zumindest noch die zweite Etage aufgebaut, allerdings ohne Decke. Zwischendurch kam mal kurz unser Bauleiter vorbei für ein bißchen Smalltalk. Wir waren (und sind es immer noch ein bißchen) sehr beunruhigt, da es inzwischen durch die Decke im Erdgeschoss tropfte. Das Aufbauteam versicherte uns aber, dass es immer wieder vorkommt, dass sie Häuser im Regen aufbauen und dass das kein Problem ist. Wir hoffen das Beste!

 

Die Bohrung

Da wir uns für Erdwärme entschieden haben musste bevor das Haus anrückt erst einmal gebohrt werden. Die Firma für die Bohrung mussten wir beauftragen, da hat WeberHaus also nichts mit zu tun und schon merkte man deutlich den „Service“-Unterschied.

Die Mann der Bohrfirma war bemüht schnell fertig zu werden, da es noch viele andere Aufträge gab und das ist ja in unserem Interesse. Allerdings hätten wir uns etwas mehr Sorgfalt mit unserer Bodenplatte gewünscht. Die ist jetzt nicht nur ziemlich schmutzig sondern leider ist an einer Stelle auch die Dämmung beschädigt.

Laut unserem Architekten muss da jetzt wahrscheinlich was ausgetauscht werden. Das ist einfach nur ärgerlich, weil es so leicht zu verhindern gewesen wäre.

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Die Bodenplatte

Dank dem Tiefbauer ist Anfang August aus unserer sehr teuren Wiese ein „Grundriss“ für unser Haus geworden. Dabei ist es doch ziemlich zusammengeschrumpft und unser Garten wirkt eher klein. Ich glaube aber, dass sich das ab dem Moment ändert ab dem wir Rasen mähen müssen.

 

Anfang September war es dann soweit und die Firma Glatthaar rückte an um unsere Bodenplatte zu gießen. Es war ziemlich warm und die Männer mussten ordentlich schwitzen. Ich muss ehrlich gesagt gestehen, dass es mir irgendwie entfallen war, dass eine Bodenplatte über mehrere Tage gegossen wird und da ja auch Leute sind, die gerne versorgt werden wollen. Meine ganze Planung konzentrierte sich auf den Aufbau des Hauses. Deswegen mussten die zwei fleissigen Arbeiter von Glatthaar am ersten Tag mit Keksen und kalten Getränken auskommen. Am Tag 2 und 3 gab es dann neben was Süßem und Getränken auch noch geschmierte Brötchen.

Trotz der Temperaturen waren sie unglaublich schnell und alles lief problemlos.

Die Ausstattungsberatung

Bei Vertragsunterschrift im Februar wurde uns ein Termin für die Bemusterung im Juni gegeben mit den Worten „Der ist aber nicht in Stein gemeißelt“. Für uns hieß das, dass wir den Termin jederzeit ändern können und buchten erst Mal Urlaub der genau auf den Bemusterungstermin fiel 🙂 Im Nachhinein war das nicht so clever, denn irgendwie war für Weberhaus der Termin doch fest und uns wurde mitgeteilt, dass im schlimmsten Fall das Haus später kommt als vorher angenommen. Gott sei Dank konnten wir jedoch einen Termin direkt nach unserem Urlaub finden, so dass wir weiterhin gut im Zeitplan waren.

Das Gute an dieser Situation war, dass wir im Urlaub genug Zeit hatten um uns intensiv mit den Plänen auseinander zu setzen. Während die Trotzprinzessin das Kinderprogramm im Hotel genoss saßen der Hausherr und ich über den Plänen und diskutierten, wo wir welche Steckdosen haben möchten und wie viele Lampen man wohl im Flur braucht. Zusätzlich zeichneten wir unsere neue Küche in die Pläne und stellten fest, dass der Durchgang zwischen Kochinsel und Vorratsraum zu eng wird. Nach einigem Hin und Her fanden wir die Lösung…wir stellen eine Wand einfach schräg!

Obwohl wir unsere Ansprechpartner bei Weberhaus versucht haben zu überzeugen, dass wir in keinem Fall drei Tage für die Bemusterung brauchen wurden für uns drei Tage reserviert. Wenden ist nur 40 Autominuten von uns entfernt, so dass wir auf die Hotelreservierung verzichten konnten. Am Mittwoch ging es los, das Kind wurde im Kindergarten abgeliefert und wir machten uns mit zwei Autos auf den Weg zur Ausstattungsberatung. Wir wurden sehr nett von Herrn K. empfangen und nahmen erst Mal Platz im Büro. Hier gingen wir mit ihm einmal komplett die Pläne durch und gaben an welche Änderungswünsche wir hatten (ein Fenster in Küche anders und die schräge Wand) und welche Größe an Fensterbänken wir in den einzelnen Räumen haben wollen. Da ich um drei Uhr fahren musste um das Kind abzuholen baten wir Herrn K., dass er Nachmittags mit dem Hausherren den Elektroplan abspricht. Das war zum Glück überhaupt kein Problem.

Nach der Durchsprache ging es dann endlich los mit der Ausstattung. Wir entschieden uns schnell für eine Hausfarbe (hellgrau) und Dachziegeln (Anthrazit). Dank dem Jubiläumspaket war schon klar, dass es Holz-Alu-Fenster werden, auch da waren wir schnell durch. Die Entscheidung für die Rolladenfarbe war dann schon schwieriger und mit dieser Entscheidung wurden wir in die Mittagspause entlassen. Wir bekamen einen Gutschein für ein Restaurant in der Nähe und sagen wir mal so…da müssen wir nicht noch mal hin 🙂

Nach der Pause ging es weiter und wir finalisierten unsere Entscheidung für die Rolladen- und Raffstorefarben. Die werden tatsächlich unterschiedlich, da wir die Raffstores gerne in Anthrazit haben möchten, uns der Aufpreis für anthrazitfarbene Rollläden aber zu groß war. An diesem Tag entschieden wir dann noch über Türen, Tür- und Fenstergriffe, die Haustür, das Treppengeländer und Tapeten entschieden. Nachdem ich um drei gen Heimat fuhr ging der Hausherr mit Herrn K. die Elektropläne durch und entschied welche Lichtschalter eingebaut werden sollen.

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Am Donnerstag fuhren wir mit einem Auto nach Wenden und tauchten direkt ein in die schwierigste Entscheidung, die Fliesen! Aber auch da hatten wir uns vorher schon Gedanken drüber gemacht, so dass wir auch hier relativ schnell durch waren. Herr K. gab uns gute Tipps und „bewahrte“ uns vor Mosaikfliesen die wir wahrscheinlich niemals hätten sauber halten können und die dazu auch noch ein Vermögen gekostet hätten. Nach den Fliesen folgten die Sanitäreinrichtungen und die nahmen dann doch mehr Zeit in Anspruch als wir dachten. Bei dem Duschkopf für unser Bad waren wir noch fix aber als es dann darum ging das WC und unser Doppelwaschbecken auszusuchen war es doch etwas zäh. Inzwischen war es aber auch Mittag und wir nahmen als kleine Tischlektüre ein paar Sanitär-Kataloge mit.

Nach der Pause ging das Entscheidungen treffen dann irgendwie leichter und wir beschlossen in jedem Badezimmer ein WC einer anderen Firma einzubauen. Außerdem fanden wir ein Doppelwaschbecken mit einem schönen Unterschrank für unser Badezimmer, im Kinderbad und im WC im Erdgeschoss beließen wir es im Standard.

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Dann ging es noch mal zurück ins Büro von Herrn K. um über unseren Durchlauferhitzer zu diskutieren. Den wollten wir haben damit gewährleistet ist, dass wir immer warmes Wasser zum Duschen haben. Herr K. war der Meinung, dass unser 290 Liter Tank ausreichend ist, der Hausherr war anderer Meinung. Herr K. rief Hilfe aus der Technikabteilung herbei und am Ende fanden wir auch hier den richtigen Kompromiss. Weberhaus bereitet den Anschluss für den Durchlauferhitzer vor, hängt aber noch keinen dran und wir probieren erst Mal aus ob wir mit dem warmen Wasser auskommen. Am Ende des Gesprächs kam dann noch unser Projektleiter Herr W. dazu und gab uns den groben Zeitplan. Endlich hatten wir eine KW nämlich die 43!

 

Der spontane Küchenkauf

Unsere erste Küche haben wir vor 8 Jahren bei Ikea gekauft. Da wir flexibel bleiben wollten und sie uns auch gut gefiel entschieden wir uns für eine Modul-Küche in weiß und Eiche. Da man sich die Module ja einzeln zusammenstellen konnte glaubten wir, dass wir diese Küche viele viele Jahre benutzen könnten…zwei Monate nach dem Kauf nahm Ikea sie dann aus dem Programm. Tja, wir ergatterten noch einen letzten Schrank, dann war es vorbei mit der Flexibilität. Wir kauften dann in der nächsten Wohnung noch einen Apothekerschrank aus einer anderen Serie hinzu und beim nächsten Umzug einen Hängeschrank und da das Eckelement nicht mehr passte besorgen wir eine provisorische Platte die jetzt schon seit fast vier Jahren im Dienst ist 🙂 Alles in allem ist es also inzwischen ziemlich zusammengewürfelt und gerade der letzte Umzug hat der Küche sehr zugesetzt. Da im neuen Haus Küche, Ess- und Wohnzimmer in einem Raum sind und die Küche das Herzstück sein soll entschieden wir uns, dass es Zeit wird für eine neue. Nur die Elektrogeräte sollten mit, die haben wir nämlich nach und nach ausgetauscht.

Gesagt getan machten wir uns auf in ein großes Möbelhaus, das nur ein paar Minuten von uns entfernt ist. Beim Gang durch die Ausstellung wurde mir leicht schwindelig. Die Küchen waren alle nicht schön aber dafür sehr sehr teuer. Unser Budget war schon relativ hoch angesetzt, aber für eine Küche die 20 Jahre halten soll. Die Küchen die wir sahen hatten aber Ikea-Qualität für den doppelten Preis. Als wir fast schon aufgeben wollten sahen wir sie, unsere Traumküche. Massivholz, schwarze Granit-Arbeitsplatte, Kochinsel mit Thekenbereich, einfach perfekt! Wir fuhren nach Hause um unsere Küchenpläne zu holen und ließen uns dann von einer Küchenberaterin unsere Küche planen. Als sie uns den Preis nannte, blieb mir fast die Luft weg. Das war das doppelte unseres Budgets!

Damit legten wir das Küchenthema erst einmal auf Eis. Wir versuchten uns die Traumküche schlecht  (vielleicht doch zu viel Holz) und die anderen gut (vielleicht doch eine günstigere) zu reden. So zogen vier Monate ins Land.

Mitte Mai fuhren wir für ein paar Tage in den Urlaub. Auf dem Rückweg las ich auf Facebook, dass das besagte Möbelhaus einen Umbaurabatt auf Möbel gibt. Spontan entschieden wir uns da mal vorbei zu fahren und nach einem Sofa zu gucken. Die waren jedoch alle schon ausverkauft und da das Kind eh gerade auf der Rolltreppe stand fuhren wir mal hoch in die Küchenabteilung. Auch hier war alles reduziert und zwar um 70%! Vorsichtig gingen wir um die Ecke zu unserer Traumküche und auch da war ein riesiges Schild. 70% reduziert! Damit war die Musterküche inklusive Elektrogeräten genau in dem von uns gesetzten Budget. Allerdings hatten wir erst Mai, der Umzug ist jedoch für Februar/März 2017 geplant. Ich glaube der Küchenberater hat mein Herz klopfen gehört als ich ihn gefragt habe ob es möglich wäre, die Küche bis März einzulagern. Er sprach das kurz mit seinem Vorgesetzten ab und dann war klar: Ja, gar kein Problem! Aber würde die Küche auch in unser Haus passen? Es war Samstag Abend kurz vor Feierabend und aufgrund des Rabattes konnte die Küche nicht reserviert werden. Gott sei Dank waren unsere Pläne noch im System von unserem ersten Besuch. Lediglich ein 80 cm Schrank müsste entfernt werden und die Theke etwas umgebaut werden, dann würde die Küche perfekt passen.

Wir ergaben uns unserem Schicksal und unterschrieben den Kaufvertrag 🙂