Die Grundstückssuche

Der Bauherr und ich überlegen schon seit einiger Zeit, die Mietwohnung gegen ein Eigenheim zu tauschen. Für mich stand dabei eigentlich von Anfang an fest, dass ich auf gar keinen Fall selber bauen möchte. Dafür habe ich schon von viel zu vielen Horrorgeschichten gehört. Entweder ging alles schief und am Ende war man Obdachlos, Mittellos und hatte kein Haus oder es war so stressig, dass man am Ende ein Haus aber keine Ehe mehr hatte.

Schon 2011 guckten wir damals im schönen Bremen ob es nicht ein passendes Häuschen für uns gibt. Das war dann allerdings doch eher eine halbherzige Suche denn irgendwie war uns klar, dass Bremen nicht unsere letzte Station sein würde. Trotzdem machte es Spaß zu gucken und zu besichtigen. Auch wenn wir heute froh sind, dass wir das stylische Haus mit dem Weinkeller (eher Weingrube) im Wohnzimmer nicht gekauft haben. Wahrscheinlich wären in diesem Keller jetzt diverse Spielsachen des inzwischen 3jährigen Trotzmädchens gelandet.

2013 verschlug es uns dann an den Rand vom Bergischen Land. Näher an unsere Familien und trotzdem weit genug weg. Hier bezogen wir damals hochschwanger eine große Altbauwohnung. Die hat zwar viele Vorteile aber auch einige entscheidende Nachteile. Sie liegt direkt an der Hauptstraße, wir haben keinen Garten und unsere Tochter ist das einzige Kind im Haus. Die anderen Hausbewohner sind nicht unbedingt Anti Kinder aber so richtig warm geworden sind wir in den letzten drei Jahren nicht.

Aus diesem Grund fingen wir eigentlich schon direkt nach dem Einzug an nach einem eigenen Haus zu suchen. Jetzt ist es zum shoppen und essen gehen ganz nett, Köln als Nachbarstadt zu haben, für die Immobilienpreise ist es jedoch eine Katastrophe. Unser Budget wuchs von 300.000 Euro auf 450.000 Euro und trotzdem fanden wir nicht ansatzweise ein Haus, dass uns wirklich 100%ig zugesagt hat. Oft sind es Häuser aus den 60iger Jahren mit einer Ölheizung aus den 90igern zum „Schnäppchenpreis“ von 370.000 Euro. Wenn man dann die Bäder neu machen möchte (Braun und rosa sind zwar wieder in aber naja…), die Heizung austauscht, die Holzpaneelen von der Decke holt und neue Fenster einbaut hat man auf einmal 500.000 Euro bezahlt für ein Haus, dass immer noch 60iger Jahre Standard ist und das man so niemals gebaut hätte.

Die Häuser die uns eher zusagten und in unserem Budget lagen waren dann teilweise so weit ab vom Schuss und ohne eine Anbindung an Kindergärten und Schulen, dass es den Alltag einfach sehr schwierig gemacht hätte. #

Ich ließ mich als breitschlagen und wir weiteten unsere Suche auch auf Grundstücke aus. Aber auch hier bot sich ein ähnliches Bild. Zentrale Grundstücke gibt es kaum und wenn es sie gibt sind sie klein und teuer. Bezahlbar wären dann nur Grundstücke zwischen den Bahnschienen und der Hauptstraße oder direkt an der A3. Auch ein Hanggrundstück war mal in der Diskussion aber alleine der Spezialkran und der Architekt hätten uns wahrscheinlich ein Vermögen gekostet und Garten hätten wir dank des wirklich steilen Grundstücks auch nicht gehabt. Wir probierten es sogar über „Allkaufhaus“ die damit warben, Grundstücke hier zu haben. Das Gespräch war dann aber doch sehr enttäuschend. Wir sollten erst Mal unterschreiben und dann würden sie mal gucken. Äh nee, Danke.

Dann irgendwann aber erschien „unser“ Grundstück. Etwas ab von der Stadt aber nur 10 Minuten. Also immer noch alles machbar. Dafür wirklich ländlich, so dass das Trotzkind draußen Fahrradfahren kann, Seilspringen, mit Kreide malen etc. ohne, dass ich ständig Angst haben muss. Außerdem war es jetzt nicht total günstig aber bezahlbar. Drei Grundstücke standen zur Verfügung. Eigentlich war es ein großes welches in drei Teile geteilt werden sollte. Wir riefen sofort bei der Maklerin an um uns das Grundstück anzugucken. Von ihr erfuhren wir dann, dass das Eckgrundstück, mit dem wir eigentlich geliebäugelt hatten, schon vergeben war. Die Enttäuschung war nur ganz kurz, dann entschieden wir uns für das perfekt geschnittene mittlere Grundstück und vereinbarten einen Termin mit der Besitzerin zum Kennenlernen und gleich darauf einen Notartermin. Und dann gehörten die 757 m2 endlich uns.

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Leider habe ich gerade kein wirklich aussagekräftiges Foto. Hier also eins mit Dixie-Klo :))

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